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Bambinis mit erster Standortbestimmung in Schwenningen
  Geschrieben von Stefan Kohler am Montag, 07. September 2009

News der Kleinstschüler Gleich zu Beginn der Saison gab es eine echte Standortbestimmung für unsere Bambinis bei einem hervorragend organisiertem internationalem Kleinstschüler Turnier in Schwenningen. Top Teams aus der Schweiz und Deutschland waren dem Ruf der Young Wings in die Helos Arena gefolgt.
 
Die Ergebnisse:
AEV - Mad Dogs Mannheim 8:0(6:0/2:0)
AEV - Bern Select 1:2(1:0/0:2)
AEV - Dresdner Eislöwen 6:3(4:0/2:3)
AEV - ERC Schwenningen 9:2(4:1/5:1)
AEV - EHC Winterthur 3:2(1:1/2:1)
AEV - Krefelder EV 0:10(0:8/0:2)
AEV - Straßbourg 5:0(4:0/1:0)
AEV - Frankfurt Lions 0:3(0:1/0:2)

Als Fazit bleibt die Erinnerung an ein wunderbares Erlebnis mit viel Emotionen, man kann mitmischen im Konzert der großen, aber die erste Geige spielt dieses Saison wohl Krefeld. Alles im allem war man auf 3 Reihen umgerechnet das zweitstärkste Team, kann also mit dem 4.ten Platz durchaus zufrieden sein. Im ersten Spiel ging es gegen die Mad Dogs aus Mannheim ...
AEV - Mad Dogs Mannheim 8:0(6:0/2:0) .
Augsburg ging hochmotiviert und bestens durch ihren Trainer Bernd Jänichen eingestellt in die Partie. Dem hohen Tempo konnten die verrückten Hunde nichts entgegensetzen. So schoss jeder unserer 4 Blöcke in den ersten sechs Wechseln ein Tor und man führte bereits nach knapp 8 Minuten mit 6:0. Dann allerdings kam etwas Sand ins Getriebe. Die Mannheimer stellten fort weg auf Schadensbegrenzung um und standen sehr tief. So war das Mannheimer Tor die nächsten 15 Minuten wie vernagelt. Erst die letzten zwei Minuten wurde der Bann gebrochen. Dann schlug es aber wieder gleich zweimal ein. Ein gelungener Auftakt ins Turnier war geschafft.
 
AEV - Bern Select 1:2(1:0/0:2)
Vor unserem zweiten Gegner hatten wir dann doch gehörigen Respekt. Bern trat mit einer Auswahl an Spielern aus den Team von Future und Bern 96 in Schwenningen an. Schweizer Mannschaften genießen hierzulande einen erstklassigen Ruf. Die drei Schweizer Reihen waren sehr ausgeglichen. Mit unseren 4 Reihen sehr schwierig zu spielen. Hier war sehr viel Fingerspitzengefühl für die Balance der Reihen gefragt. Es entwickelte sich eine rasante Partie mit Chancen hüben wie drüben. Das Spiel war geprägt von erstklassigen Torhüterleistungen auf beiden Seiten. Augsburgs ersten Block gelang es nach knapp 8 Minuten die viel umjubelte Führung zu erzielen. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt sicher mehr als verdient. Unsere Jungs hielten besser mit, als wir das gerechnet hatten. Von mithalten kann nicht die Rede sein, Augsburg war sogar das bessere Team. Nach 3 gespielten Minuten in der zweiten Halbzeit dann ein Gewühl vor unserem Tor. Die Raubkatzen waren eher Schmusekatzen und schauten den Berner zu während sie getrost 5 Mal nachstochern konnten. Der 6. Versuch reichte dann aus, um die Scheibe irgendwie über die Linie zu drücken. Keine 30 Sekunden später dann eine ähnliche Szene mit ähnlichem Erfolg. So war nach knapp 4 Minuten aus einer Führung ein 1:2 Rückstand geworden. Der Rest der Partie gehörte dann wieder den Schlussleuten. Da half auch der 5 Feldspieler 1 Minute vor Schluss bei verwaistem eigenem Tor nichts mehr. So sollte Bern im weiteren Verlauf noch die Spiele gegen Frankfurt und Dresden gewinnen. Jeweils mit verwaistem Tor des Gegners eine Minute vor Schluss und wurde letztlich glücklicher zweiter des Turniers.
 

AEV - Dresdner Eislöwen 6:3(4:0/2:3) Nach der Mittagspause trafen wir auf unsere netten Kabinennachbarn aus Sachsen. In Dresden tut sich in den letzten Jahren einiges. Mittlerweile machen die Eislöwen eine Top-Nachwuchsarbeit. Der Anschluss zum Konzert der Großen ist  in Reichweite gerückt. Dresden spielte auch durchwegs mit 4 Reihen. Schon allein ein Zeichen von neuer Stärke. Hier allerdings hatten die Löwen entweder die Hosen voll, oder der Magen war noch beschäftigt mit der Mittagsmahlzeit während die Panther scheinbar noch richtig hungrig waren. Kaum waren 2 Minuten gespielt führte Augsburg bereits mit 3:0. Der Erste und zweimal der Zweite spielten sich herrlich frei vor das Tor der Sachsen und ließen ihrem Schlussmann keinerlei Abwehrmöglichkeit. Dresden brauchte lange um sich vom Schock zu erholen und verstärkte erst einmal die Defensivarbeit. Das nütze aber nichts gegen unsere Wuselmaus aus dem vierten Block kurz vor der Halbzeit, als dieser kalt wie eine Hundeschnauze die Scheibe mit der Rückhand ins Kreuzeck schlenzte. Die haben wir im Sack dachten sich unsere Spieler. Ein klarer Fall von Überheblichkeit, denn kaum waren 2 Minuten gespielt, klingelte es gleich zwei Mal im Kasten der Schwaben. So macht man einen Gegner unnötig stark. Erneut der vierte Block verschaffte den Jungpanthern in Minute fünf aber wieder die nötige Luft. Dresden konterte aber erneut eine Minute später mit dem 3:5 Anschlusstreffer. Mit viel Kampf und Krampf brachte man das Ergebnis über die Zeit. Ob das 3:6 kurz vor Schluss noch gewertet wurde, wird wohl auf ewig ein Geheimnis der Schiedsrichterin bleiben, hatte aber sowieso keinen Einfluss auf den Ausgang des Spiels und des Turniers.
 

AEV - Schwenninger ERC 9:2(4:1/5:1)) Weiter gings im Takt gegen den Gastgeber aus Schwenningen. Schon ein wahres Mammutprogramm mit 5 Spielen an einem Tag für unsere "Kleinen". Die Young Wings konnten die Taktzahl der Lechstädter nicht mitgehen. Die drei Reihen des Gastgebers schienen stellenweise überfordert gegen das druckvolle Pressing. So fielen die Tore in regelmäßigen Abständen und brachten einen deutlichen Sieg.
 
AEV - EHC Winterthur 3:2(1:1/2:1)
Scheinbar völlig platt ging man in die Partie der Züricher Vorstädter. Sicher hatte man die Schweizer aufgrund ihrer Ergebnisse auch ein wenig unterschätzt. Die heutige Anreise gepaart mit 5 kräfteraubenden Spielen brachten aber doch einige Spieler an ihre Kapazitätsgrenze. Zwar erspielte man sich gegen die 3 Schweizer Reihen durchaus ein optisches Übergewicht, aber die mangelnde Konzentration im Abschluss gepaart mit den schweren Beinen führte nicht zum nötigen Ergebnis auf der Anzeige. Die schnelle Führung der Schweizer glich unser erster Block noch in der 8 Spielminute aus. Die Beine der Jungpanther wurden aber zusehends schwerer. Das 2:1 der Schweizer 6 Minuten vor Schluss bedeuteten meiner Meinung nach den Knock Out der Augsburger. Da hatte ich aber die Rechnung ohne unseren ersten Block gemacht. Ein Galaauftritt machte aus dem 1:2 innerhalb von 30 Sekunden das 3:2 für Augsburg. Der Führungstreffer fiel dabei buchstäblich in letzter Sekunde des Blockwechsels und war auch zentimetergenau unter der Latte. Im Letzten Wechsel spielte unser zweiter dann das Ergebnis gegen den dritten der Schweizer locker nach Hause. Sicher ein verdienter, wenn auch in seiner Entstehung letztlich sehr glücklicher Sieg.

  AEV -Krefelder EV 0:10(0:8/0:2)
Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht ging es zu angenehmer Zeit 10:20 gegen den Topfavoriten aus Krefeld. Wie für Augsburger Mannschaften so üblich, ist das erste Spiel am zweiten Spieltag ein Problem. Oftmals in der Vergangenheit wurden genau diese Spiele vergeigt. Auch wenn man absieht, dass unsere Jungs in der ersten Halbzeit völlig von der Rolle waren, muss man doch neidlos anerkennen, dass die Krefelder in allen Belangen eine Klasse besser sind. Sowohl die Lauftechnik, die daraus resultierende Geschwindigkeit, gepaart mit einer exzellenten Stocktechnik dazu schon eine für Bambinis so früh in der Saison außergewöhnlichen Raumaufteilung mit dazugehörigen Spielaufbau und Spielübersicht machen die Pinguine für mich zum Primus der Saison. Bleibt abzuwarten was die Eisbären diese Saison aufzubieten haben. Gratulation zur Mannschaft und Anerkennung für die tolle Arbeit bei den schwarz gelben.

  AEV -Straßbourg 5:0(4:0/1:0)
Das Spiel gegen Straßbourg stand dann unter umgekehrten Vorzeichen. Die Franzosen waren mit drei Reihen angereist. Keine der drei Reihen konnte eine unserer vier Reihen ernsthaft gefährden. So richtig in Fahrt kamen unsere Jungs aber den ganten Tag nicht mehr. Irgendwie war die Luft raus. So erspielte man sich zwar einen ungefährdeten Sieg, so richtig glänzen konnten die Fuggerstädter aber nicht mehr. Vielleicht war das ganze auch ein wenig viel zu Beginn der Saison.

 
  AEV - Frankfurt Young Lions 0:3(0:1/0:2)
Das letzte Spiel gegen die Young Lions war praktisch das Spiel um Platz 3. Beide Mannschaften hatten 10:0 gegen Krefeld verloren, beide Mannschaften lagen bis zum letzten Wechsel mit einem Tor gegen Bern zurück, den Rest hatten beide Mannschaften mehr oder weniger deutlich gewonnen. Die Vorzeichen standen also auf eine sehr ausgeglichene Partie. Die Partie wog von Anfang an hin und her. Beide Mannschaften hatten durchaus Möglichkeiten in Führung zu gehen. In der Anfangsphase dominierten aber die Torhüter die Partie. In Minute 8 dann die entscheidende Szene. Ein Augsburger hatte nach einem herrlichen Sololauf alleinstehend vor dem Tor die Führung auf der Kelle. Ein echt gut platzierter Schuss wurde erstklassig vom Frankfurter Goalie entschärft. Wie so oft im Eishockey, fiel dann im unmittelbaren Gegenzug die Führung für die mit drei Reihen agierenden Hessen. Unsere Jungs kämpften in der Folge aufopferungsvoll, vergaßen dabei aber oft ihre läuferische Überlegenheit auszuspielen. Man schaute den Löwen viel zu oft zu wie sie spielten. Mit ein bisschen mehr Biss und Siegeswille wäre vielleicht noch was drin gewesen, so aber fiel in der 7 Minute der zweiten Hälfte die Vorentscheidung zugunsten der Hessen. Das 0:3 unmittelbar vor Schluss war nur noch für die Statistik. So erreichte man letztlich einen guten vierten Platz in einem erstklassigen Teilnehmerfeld. Mit etwas mehr Glück wäre aber auch mehr drin gewesen. Komplett wäre man sicher ungefährdeter Zweiter geworden.
  Als Fazit bleibt die Erkenntnis, hat man alle an Bord, gehört man sicher wieder zu den Topmannschaften in Deutschland. Krefeld bleibt aber auch dann sicher außer Reichweite. Aber wir haben in Augsburg Top Bedingungen, ein Top Trainergespann, und sicher nicht untalentierte Kinder. Wenn unsere Urlauber zu uns stoßen, und wir weiter hart arbeiten, wird auch dieser Jahrgang uns noch viel Freude bereiten.



1. Krefelder EV
2. Bern Select
3. Frankfurt Young Lions
4. Augsburger EV
5. Dresdner Eislöwen
6. EHC Winterthur
7. Straßbourg
8. Schwenninger ERC
9. Mad Dogs Mannheim



Stefan Kohler
 
 
-->Bilder by Marion Voit

Bambinis mit erster Standortbestimmung in Schwenningen

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