Nach mehreren Anläufen in den letzten Jahren hat die Teilnahme beim großen 6. internationalen U10-Turnier in Tschagguns/Schruns (Montafon) in dieser Saison endlich geklappt. 12 Mannschaften aus Österreich, Schweiz, Italien und Deutschland gaben sich 2 Tage ein Stelldichein auf dem Eis unter dem Kuppelzelt in der bekannten Skiregion. Gespielt wurde die Vorrunde in zwei Sechsergruppen. Der Turniersieg wurde am zweiten Tag in einer Finalrunde der jeweiligen Erst- und Zweitplatzierten ausgetragen.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
Vorrunde:
AEV – EHC Bern 96 5:2
AEV – EHC Montafon 12:0
AEV – Eisbären Eppelheim 9:2
AEV – EV Lindau 4:1
AEV – HC Bozen 9:0
Finalrunde:
AEV – EC Red Bull Salzburg 7:0
AEV- Wettingen-Baden (Schweiz) 9:0
AEV – EHC Bern 96 8:4
Aber alles der Reihe nach…..
Los ging’s am Samstag Morgen mit dichtem Nebel über dem Eis gegen den EHC Bern 96. Da kam schon fast Curt-Frenzel-Feeling auf. Unsere Jungs kamen, wie immer im ersten Spiel, nur schwer in Schwung. Letztlich setzten sie sich doch mit 5:2 durch. Der Anfang war gemacht. Und wie so oft in großen Turnieren ist der erste Gegner zugleich der letzte Gegner. Dazu aber später….
Im drauffolgenden Spiel gegen die Gastgeber des EHC Montafon durften sie sich dann nach Herzenslust austoben. Die Tore fielen gegen die überforderten Gastgeber in regelmäßigen Abständen. Aufgrund des dichten Nebels fielen es Trainer und Betreuer oft schwer den richtigen Torschützen zu erkennen. Am Ende stand ein 12:0 auf dem Notizzettel des Schiedsrichters.
Apropos Schiedsrichter: ein Kompliment an die Leistungen der Unparteiischen, welche an beiden Tagen die Spiele sehr gut leiteten.
Weiter ging’s dann gegen die bis dahin ungeschlagenen Eppelheimer. Ein kleiner Verein aus Baden-Württemberg, welcher bekannt ist für gute Nachwuchsarbeit. Und unsere Jungpanther hatten sich einiges vorgenommen. Sie legten los wie die Feuerwehr und zogen den Eisbären schon im ersten Wechsel den Zahn. Zwei schnelle Tore nach zwei Minuten und das 3:0 der roten Reihe in deren zweiten Wechsel waren doch zu viel für die aufopferungsvoll kämpfenden Württemberger. Am Ende siegten unsere Jungs 9:2.
Mit viel Respekt trafen wir dann im vorletzten Gruppenspiel auf den EV Lindau. Die Bodenseestädter agierten nur mit zwei Reihen, während wir mit drei Linien agierten.Gespielt wurde im Übrigen 2x12 Minuten mit festen Wechseln nach jeweils 90 Sekunden.Die körperlich starken Islanders gingen dann bereits in der vierten Minute mit 1:0 in Führung und es deutete sich das erwartet schwere Spiel an. Immer wieder tauchten sie gefährlich vor unserem hervorragend gehütetem Tor auf. Bis zur Halbzeit konnten wir ein 1:1 erkämpfen. Der hervorragend Keeper der Lindauer (er wurde zum besten Torhüter des Turniers gewählt) hielt ein Schuss nach dem anderen. Aber mit der Dauer des Spieles setzte sich dann doch unsere spielerische Überlegenheit durch. Mit drei späten Toren konnten die Raubkatzen das Spiel noch 4:1 für sich entscheiden.
Den Abschluss des ersten Tages bildete das Spiel gegen die einzige italienische Mannschaft des Turniers, den HC Bozen. Seit einigen Jahren pflegen wir einen guten Kontakt zu unseren Südtirolern Eishockeyfreunden und auch diesmal tauschten wir uns wieder über die Nachwuchsarbeit beider Nationen und möglichen gemeinsamen Turnieren aus.
Aber zurück zum Spiel. Die Foxes hatten alle Hände voll zu tun gegen die Angriffswellen der Jungpanther. Am Ende gewannen wir das letzte Vorrundenspiel mit 9:0.
Damit ging man als Gruppenerster mit der Erkenntnis in den nächsten Tag, dass wir spielerisch und kämpferisch nahtlos an das Niveau des letzten Jahres anknüpften, auch wenn einige Kinder aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen zu Hause bleiben mussten.
Die Gegner waren neben dem EHC Bern 96 aus der eigenen Gruppe die beiden ungeschlagenen Mannschaften Wettingen-Baden aus der Schweiz und Red Bull Salzburg.
Der ein wenig unglücklich gestaltete Spielplan wollte es, dass wir unser erstes Spiel am zweiten Tag gegen unsere österreichischen Nachbarn bestreiten mussten, welches für diese wiederum ihr letztes war.
Die Red Bulls agierten mit zwei Reihen und hatten sich einiges vorgenommen. Mit einem Sieg gegen uns hätten sie noch durchaus Chancen auf den Turniersieg gehabt. Aber kaum war die Scheibe im Spiel zappelte sie schon im Netz der Salzburger. Dieses 1:0 gab unseren Jungs die erforderliche Sicherheit. Sie kombinierten in gewohnter Weise und ließen kaum einen Torschuss des Gegners zu. Angriff auf Angriff rollte aufs Tor der Red Bulls. Am Ende siegten wir deutlich mit 7:0 und legten den Grundstein für den Gesamterfolg.
Jetzt hieß es Kraft tanken für das vorweggenommene „Endspiel“ um den Turniersieg. Wiederum erwies sich der Spielplan ein wenig unglücklich, weil nicht das letzte Spiel gegen den Ersten der anderen Gruppe angesetzt war, sondern das zweite.
Die Vorjahressieger aus Wettingen-Baden, Nähe Zürich, blickte auf eine stolze Serie von Turniersiegen in der vergangenen und laufenden Saison zurück. Die Spielbeobachtungen unserer Partien von dessen Trainer veranlasste diesen gleich mal drei Kinder vorzeitig zum Duschen zu schicken und sie gar nicht mehr aufzustellen. Somit traten sie nur mit acht Feldspielern gegen uns an. Ob dies im Sinne der Nachwuchsarbeit ist bleibt in der Beurteilung jedem selbst überlassen.
Wer unsere Jungs kennt weiß, dass sie bei entscheidenden Partien noch eine „Schippe drauflegen“ können. So kam es dann auch. Die Jungpanther waren spielerisch deutlich überlegen und schossen bis zur Halbzeit ein beruhigendes 3:0 heraus. Im Laufe der zweiten Halbzeit sah man dann deutlich den Kräfteverschleiß und den Frust der ersten Niederlage der Beavers. Traumkombinationen und zwei Tore in Unterzahl (!) waren dann doch ein deutliches Zeichen für einen Klassenunterschied. Am Ende wurde es ein deutliches 9:0, was auch gleichzeitig vor der Abschlussbegegnung den Turniersieg bedeutete.
Ohne Pause stand dann das letzte Spiel des Turniers gegen den EHC Bern 96 an. Der Trainerfuchs Fabian auf Schweizer Seite wollte unbedingt den Sieg. Nach vielen fachlichen Diskussionen und Understatements an beiden Abenden zuvor (beide Mannschaften nächtigten im Schulsportheim in Tschagguns) sollte die Wahrheit auf dem Eis liegen.
Nach 10 Minuten lagen die Jungpanther mit 0:3 hinten. Deutlich merkte man ihnen an, dass ihnen noch das Spiel gegen Wettingen in den Knochen hing. Sie agierten kraftlos, gingen nicht mehr konsequent in die Ecken und die Stürmer des Gegners wurden nicht mehr gejagt und gestört. Und obwohl wir schon viel erlebt haben mit unserer 2000er Truppe, ist es immer wieder überraschend und eine Freude zu sehen, mit welchem Kampfgeist sie ausgestattet sind. Es wird kein Spiel verloren gegeben und bis zum Schluss gekämpft. So auch diese Mal. Noch vor der Halbzeit erzielte die rote Reihe den Anschlusstreffer zum 1:3. Dies war der Startschuss zu einer beispiellosen Aufholjagd. Wieder war es der erste Block der mit einem Doppelschlag nach der Pause für den Ausgleich sorgte. Aber auch die Berner bewiesen Kampfgeist. Wieder gingen sie mit 4:3 in Führung. Aber mit fünf Treffern in den letzten sechs Minuten zeigten die Raubkatzen ein finale furioso zum 8:4.
Chapeau Jungs, das war große Klasse!!!
Eine kompakte Mannschaftsleistung durch alle Reihen machte diesen schönen Erfolg möglich und ließ uns ein wenig in Erinnerung an die Vorsaison schwelgen.
Vielen Dank auch an den Veranstalter für die Organisation dieses großen Turniers mitten in der Bergwelt des Montafons.
Abschlusstabelle:
1. AEV
2. EHC Wettingen-Baden
3. EC Red Bull Salzburg
4. EHC Bern 96
5. Eisbären Eppelheim
6. EV Lindau
7. EHC Freiburg
8. ESV Gebensbach
9. Pinguine Königsbrunn
10. EHC Montafon
11. HC Bozen
12. MTG Wangen
Zu den Bildern
http://www.augsburger-ev.de/modules.php?name=My_eGallery&file=index&do=showgall&gid=209
Vielen Dank an Angelika Pittel


