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Augsburg verteidigt Titel beim NHL Turnier (TIPF) in Fribourg.
  Geschrieben von Stefan Kohler am Dienstag, 30. März 2010

News der Kleinschüler

Einen erneuten Triumpf feierten die Augsburger beim traditionellen NHL-Turnier in Fribourg(CH). Diesmal aber nicht als Panther, sondern unter der Flagge der Sharks vom NHL Club aus San Jose. Das TIPF ist ein ganz besonderes Turnier, einzigartig von der Idee der NHL-Clubs, einzigartig in der Blockeinteilung in U11, U10 und U9 aber auch einzigartig in der Stimmung durch das beeindruckende Rahmenprogramm mit der Schweizer Guggenmusik. Sicherlich das spektakulärste Turnier in dieser Altersklasse in Europa. Dieses Mal wurde zum ersten Mal auch der Cup der Herzen an Augsburg verteilt. Der Preis geht an die Mannschaft, mit dem diszipliniertesten Auftreten, dem besten Team-Geist, mit den stimmungsvollsten Fans und dem sympathischstem Gesamteindruck. Eine ganz besondere Ehre, die Augsburg zum ersten Mal zu Teil wurde ...
Augsburg Sharks-Trashers Budapest1:2(1:0/0:2)
Augsburg Sharks-Red Wings Chiasso7:0(2:0/5:0)
Augsburg Sharks-Rangers Saint Imier5:1(1:0/4:1)
Augsburg Sharks-Senators Fribourg6:0(4:0/2:0)
Augsburg Sharks-Canucks Viege5:3(2:1/3:2)
Augsburg Sharks-Flames Bern2:1(0:0/2:1)


 
Unsere Eltern hatten gezeigt, dass man in Deutschland mit Piccolo etwas anderes verbindet als Kleinschüler im Eishockey :-). Ich bedanke mich bei den Veranstaltern und allen Helfern für 3 großartige Tage in der Schweiz. Die im ersten Spiel gleich einmal mit einem Dämpfer begannen. Insgeheim hatte man sich schon einiges erhofft und sich sehr wohl Chancen auf den Sieg ausgerechnet. Wohl bewusst, dass die Ungarn einer der härtesten Gegner unserer Gruppe gleich im ersten Spiel auf uns warteten. Gespielt wurde 1,5 Minuten durchlaufende Blockzeit aufs Großfeld 2 Mal 13,5 Min. Der erste Block bestand aus Kindern des Jahrgangs 99 der Zweite 2000 der Dritte 2001.
 
AEV - Trashers Budapest 1:2(1:0/0:2) .
Traditionell gehören die Budapester zum erweiterten Favoritenkreis. Auch traditionell haben wir in unserem ersten Spiel am frühen Morgen unsere Probleme. Die Umstellung vom Querfeld aufs Großfeld ist deutlich ein Nachteil gegenüber der Konkurrenz aus der Schweiz und Ungarn. Man muss kein großer Eishockeyfachmann sein, um zu sehen, dass andere Mannschaften hier deutliche Praxisvorteile haben. So war das erste Spiel auch noch sehr viel Krampf in Bezug auf Stellungs- und Passspiel der läuferisch und technisch überlegenen Augsburger. Dennoch kam man durch einen Penalty (Fouls wurden durch Penaltyschüsse geahndet) etwas glücklich aber nicht unverdient in Führung. Die Ungarn hatten eigentlich in jeden Block nur einen gefährlichen Spieler, den es auszuschalten galt. Mehr und mehr kam man besser ins Spiel, hatte die Ungarn fest im Griff, bis in der 7 Minute der zweiten Hälfte eine Unachtsamkeit des 2000er Blocks in der Hintermannschaft zum Ausgleich führte. Völlig orientierungslos und lamentierend, kassierte man im selben Wechsel auch noch ein zweites Gegentor. Die ganze Mannschaft hörte plötzlich auf zusammen zu spielen. Zu viele Einzelaktionen und das beschäftigen mit persönlichen Belangen machte es den Ungarn einfach das Ergebnis über die Zeit zu retten. Da nur der Erste jeder Gruppe ins Finale kommt, war das Thema Titelverteidigung in weite Ferne gerückt. Jetzt musste schon eine Niederlage der Ungarn her, und dann brauchten wir auch noch das beste Torverhältnis. (Torverhältnis aus allen Spielen zählte vor dem direkten Vergleich)
 
AEV - Red Wings Chiasso 7:0(2:0/5:0) Nach etwas moralischer Aufbauarbeit und einer netten Stadtrundfahrt mit einer Bimmelbahn ging es gegen den ersten Schweizer Vertreter aus Chiasso. Von Anfang an war eine andere Mannschaft auf dem Eis. Eine echte Trotzreaktion war zu sehen. Zum Teil herrlichstes Kombinationseishockey führte zu einem ungefährdeten 7:0. Der höchste Sieg des Turniers zu diesem Zeitpunkt. Nach uns folgte die eigentlich interessante Partie. Die bisher groß auftrumpfenden Canucks aus Visp trafen auf die Budapester Jungs. Der Eishockeygott war mit uns. Die Ungarn verloren die Partie äußerst knapp mit 5:4. Somit waren wir wieder im Geschäft. Jetzt konnten wir mit dem besten Torverhältnis und einem Sieg gegen Visp am zweiten Tag wieder aus eigener Kraft erster werden. Da waren die 7 Tore Gold wert.
 

AEV - Rangers Saint Imier 5:1(1:0/4:1) Kurz nach dem Mittagessen wollten wir gegen den vermeintlich schwächsten Gruppengegner etwas fürs Torverhältnis tun. Denkste trotz Dauerbeschuss des Schweizer Goalies stand es zur Halbzeit gerade Mal 1:0. Dem schnellen 2:0 nach der Pause folgte postwendend der Anschlusstreffer. Erst das 3:1 in der 20 Minute brach den Bann. Der 5:1 Endstand war nur noch Formsache. Budapest gewann seine Spiele relativ knapp und spielte im Wettlauf um das Torverhältnis keine Rolle. Visp hingegen hatte wie wir ein Torverhältnis von plus 10.

  Senators Fribourg 6:0(4:0/2:0) Beide hatten wir noch das Spiel gegen die Senators aus Fribourg und das Spiel gegeneinander um für das beste Torverhältnis zu sorgen. Visp hatte das Spiel mit 8:1 gewonnen. Das bedeutete wir brauchten einen Sieg von plus 6 Toren, wenn ein Sieg gegen Visp mit einem Tor Vorsprung zum Gruppensieg reichen sollte. Was die Jungs jetzt aufs Eis zauberten war das beste Eishockey, das ich von Augsburg in dieser Altersklasse gesehen habe. Top Kombinations- und Positionsspiel mit Zug zum Tor. Auch die 2001 hatten langsam den Dreh raus und waren auf dem Großfeld angekommen. Das Spiel fand praktisch ausschließlich im Drittel der Senators statt. Praktisch wie Kleinfeld :-). Schnell stand es 4:0 und man war sich sicher, dass die 6 Tore kein Problem sein werden. Kurz nach der Pause legten die Augsburger gleich noch mal 2 Tore nach und es stand 6:0. Die Kinder wussten übrigens nichts von den Ziel "6-Tore Vorsprung". Was sich jetzt abspielte kann man nicht mit Worten beschreiben. Unglaubliche Szenen spielten sich vor dem Tor der Fribourger ab. Die Scheibe wollte und wollte nichts mehr ins Tor. 3 Minuten vor Schluss, praktisch mit dem Wechselsignal der 99er, pfiff der Schiedsrichter ein durchaus berechtigtes Beinstellen im Gegnerischen Drittel. Der fällige Penalty war die erste Torszene der Senators in Hälfte Zwei. Unser junger Goalie war hochmotiviert, der Schütze zockte unseren Goalie aber aus. Jan hechtete sich in Fußballtorwartmanier in die offene Ecke und die Scheibe blieb irgendwie unter seinem Rücken begraben. Puhhhh durchatmen, irgendwie glich die Geschichte in Fribourg einen Drehbuch, das sich ein guter Autor vorher schon ausgedacht hatte.
 
AEV - Canucks Viege 5:3(2:1/3:2) So ging man mit der Gewissheit in den zweiten Tag mit zwei Siegen den Titel zu Verteidigen. Was diese Augsburger Mannschaft schon seit Jahren auszeichnet ist, dass Sie genau zu solchen Spielen immer noch eine Schippe drauflegen. Wie es der Zufall, oder vielleicht doch ein Autor, so wollte, verbrachten wir die Nacht zusammen mit den Berner Jungs, die schon als Finalteilnehmer feststanden. Der SC Bern Future gilt bei den Piccolos als das beste Team in der Schweiz. Entsprechend beherrschten Sie ihre Gruppe mit 5 Siegen und ohne! Gegentor. Schnell bekamen wir heraus, dass bei Visp der letztjährige 99er Ausnahmespieler bei unserem Finalgegner Sierre dieses Jahr bei Visp spielt. Die erste Reihe der Canucks hat im bisherigen Turnierverlauf 90% aller Tore geschossen. Ziel war mit den 99er 0:0 zu spielen und mit 2000 und 2001 das Spiel gewinnen. Wie erwartet setzte uns der 99er Block gleich im ersten Wechsel gehörig unter Druck. Irgendwie schafften wir aber die Befreiung. Der Verteidiger der Schweizer hob das Icing auf uns kurvte zu sorglos im eigenen Drittel. Ein gefundenes Fressen für unseren Mittelstürmer. Der stahl sich die Scheibe und lief allein aufs Tor zu. der Rest war Formsache. 1:0 für die Sharks. Im Zweiten Wechsel waren die 2000er dran und taten sich schwerer als erwartet. Zum Ende des Wechsels aber doch das 2:0 ein typisches Stochertor. Offensichtlich fühlten wir uns zu sicher. Die ursprüngliche Aufgabe Tore zu verhindern war nicht mehr präsent in Block Eins. 2:1 und 5 Minuten später 2:2. Standpauke durch Roman und weiter gings. Block 3 konnte zum Glück gleich einen nachlegen. Nach einer sehenswerten Passkombination ging man mit 3:2 in die Halbzeit. Dieses Mal verteidigten die 99er mit Mann und Maus hatten aber kein Glück. Ein Schuss von der Blauen würde durch den eigen Verteidiger unhaltbar ins offene Eck des Tores abgefälscht. 3:3. Diesmal wieder die 2000er, die mächtig Druck machten und mit dem 4:3 belohnt wurden. Noch einmal musste der Erste Block aufs Eis. Jetzt hatten unsere 99er es aber begriffen, Taktisch perfekt ließen sie nichts mehr anbrenn. Die 2000er legten zwei Minuten vor Schluss noch einen nach und man gewann völlig verdient mit 5:3 und stand erneut im Finale des TIPF.
 

 
AEV - Flames Bern Finale 2:1(0:0/2:1) Was nach der Auftaktniederlage in weite Ferne gerückt war, wurde doch noch Wirklichkeit. Die Augsburger standen erneut im Finale und durften mit den NHL-Allstar Trikots der Western Confernce das Spiel bestreiten. Wie bereits erwähnt, trafen wir mit Bern auf die beste Schweizer Mannschaft dieser Altersklasse. Letztes Jahr hatten wir die Berner in unserem ersten Spiel mit 2:0 besiegt. Dort schossen aber beide Tore die 98er, die dieses Jahr nicht mehr dabei waren. Die Halle war traditionell gut gefüllt. Ich schätze ca. 1500 Zuschauer gönnten sich das Finale. Die Kapelle spielte das ganze Finale Powermusik. Man verstand sein eigenes Wort nicht mehr. Gänsehautstimmung pur. Es entwickelte sich ein äußerst hochklassiges Spiel mit enorm hohem Tempo. Ich würde die Kräfteverhältnisse in etwa so beschreiben. Leichte Vorteile der Berner in Block Eins durch erstklassiges Stellungs- und Aufbauspiel. Leichte Vorteile für uns in Block zwei und drei. Im Prinzip egalisierten sich die Mannschaften. Die Berner strahlten ein wenig mehr Gefahr aus als Augsburg und hatten ein Chancenplus. Die Größte durch einen verschossenen Penaltiy in Minute 6. Dennoch etwas Zählbares brachte keiner auf die Anzeigetafel. Wie bereits erwähnt hatte der Autor etwas übrig für die Dramaturgie. Der selbe Schütze, der im Finale in Mannheim noch der tragische Held war und im Penaltyschießen den 14.ten Penalty verschossen hatte, bekam in Minute 5 der zweiten Halbzeit erneut die Chance einen Penalty zu schießen. Dieses Mal nicht gezockt, sondern einfach draufgehalten. 1:0 Auf gehts Augsburg. 5 Minuten vor Schluss konnte Bern aber mit dem ersten Block ausgleichen. Schon Klasse wie die Berner beim Angriffspiel die Positionen halten. Der Schuss des Verteidigers wurde vom kreuzenden Außenstürmer perfekt und unhaltbar abgefälscht. 2 Minuten vor Schluss dann aber der große Auftritt der 2000er die mit Ihrem Tor alles klar machten. Herzlichen Glückwunsch! Augsburg verteidigte den Titel.
 
Herzlichen Dank an alle Beteiligten ganz besonders an Hugo Gros seiner bezauberten Gattin und seinen drei Jungs, die uns vor und währen des Turniers mit viel Herz und Engagement begleiteten.
Danke auch an Roman Tomiska, der unser Jungs und Augsburg zu einem der Top-Teams in diesen Altersklassen in Westeuropa geführt hat.
 
Stefan Kohler

Augsburg verteidigt Titel beim NHL Turnier (TIPF) in Fribourg.

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Stefan Kohler schreibt am 30.03.2010 17:25:
Bericht auf der HP von Rouen

-->HP HC Rouen
Stefan Kohler schreibt am 30.03.2010 17:21:
Bericht in der Zeitung Liberte
Quelle HP http://TIPF.CH


--> Bericht als PDF
Stefan Kohler schreibt am 30.03.2010 17:18:
Bericht auf in der Berner Zeitung:
Quelle:http://www.bernerzeitung.ch/region/gemeinde/Berner-werden-zu-Flames/story/15047097

Berner werden zu «Flames»


Das Internationale Piccolo-Turnier von Freiburg ist ein Anlass der speziellen Art. Die Teams treten unter dem Namen von NHL-Vereinen an. Die «Flames» aus Bern unterlagen im Final den «Sharks» aus Augsburg mit 1:2.



«Wir haben nach dem Final viele Komplimente bekommen, wir seien die eigentlichen Sieger», sagte der SCB-Piccolo-Cheftrainer Kurt Bieri nach dem Turnier von Freiburg. Die «Flames» aus Bern waren im Endspiel den »Sharks« aus Augsburg mit 1:2 unterlegen. «Auch die Augsburger waren des Lobes voll, weil sie froh waren, gegen einen ebenbürtigen Gegner spielen zu können.» Die Berner Piccolos hatten die fünf Gruppenspiele verlustpunktfrei und mit einem Torverhältnis von 18:0 beendet. Im Final fehlte etwas das Glück. «Wir waren knapp vor dem Penaltyschiessen und kassierten kurz vor Schluss noch ein dummes Tor», haderte Bieri mit der Niederlage. Damit gingen die Piccolos erstmals in dieser Saison.bei einem grossen Turnier nicht als Sieger vom Eis. Der Turniersieg von 2000, als die «Oilers» Bern mit Roman Josi gewannen, bleibt der letzte Erfolg einer Berner Mannschaft. Das Freiburger Turnier ist ein spezieller Anlass. Alle Teams tragen Namen von Klubs der National Hockey League (NHL) – die «Sharks» aus Augsburg den der San Jose Sharks - und die Spieler werden in den entsprechenden Trikots eingekleidet. Der Anlass wurde 1995 von Junioren-Verantwortlichen des HC Gottéron ins Leben gerufen. Sie stellten fest, dass ihre Teams national und international an Wettkämpfen teilnahmen, aber in der Region ein Anlass dieser Art fehlte. Sie schrieben das Turnier international und für drei Jahrgänge aus. So nahmen in diesem Jahr Spieler teil, die 1999, 2000 und 2001 geboren wurden. Die gleichaltrigen Fünferblöcke spielen gegeneinander. «Das ist etwas vom Besten. Das sollte man mehr machen», meinte dazu Kurt Bieri. Der Traum von der NHL «Ich habe diese Woche schon häufig ans Turnier gedacht», sagte Philipp Kuraschew, der Captain der Flames Bern. Mit dem Leibchen der Calgary Flames war der Sohn von SCL-Tigers-Trainer Konstantin Kuraschew nur halbwegs zufrieden. «Ich hätte lieber dasselbe gehabt wie im letzten Jahr», antwortete er zögernd. Die Antwort gab seine Mutter Elena: «Sein grosses Vorbild ist Alexander Owetschkin, darum hätte er lieber wieder das Leibchen der Washington Capitals gehabt». Eine Idee des Turniers ist, die Piccolos von der NHL träumen zu lassen. Diesen Traum hatte auch der Ehrengast. «Es war eine grosse Sache in den NHL-Shirts zu spielen», blickte Julien Sprunger zurück, der 1995 dabei war. «Da träumt man schon von der NHL.» Nationalhymnen erklingen Die Turnierorganisatoren legen neben den NHL-Leibchen grossen Wert auf den Rahmen der Veranstaltung. In der St-Léonard-Halle hängen die Landes- und Kantonsfahnen sowie die NHL-Klubfahnen. In der Salle des Fêtes werden die Teams am Samstagabend vorgestellt und die Nationalhymnen erklingen. Der Einlauf für die Rangverkündigung erfolgt durch den Rachen des legendären Gottéron-Drachens. Und: jeder Spieler erhält einen Mini-Stanleycup-Pokal. Auf dass er zuhause weiter träumen kann - von der NHL.Kurt Henauer


 
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