AEV-Junioren
sind wieder erstklassig
Die finanzielle Schieflage der Pinguine in Königsbrunn
kommt jetzt dem Augsburger EV zu Gute. Um einen konsolidierten Neustart zu
schaffen verzichten die Pinguine auf ihre Junioren Bundesliga-Mannschaft und
beginnen wieder in der Bezirksliga. Im Gegenzug wechselt die komplette Königsbrunner
Mannschaft zum AEV und nimmt zukünftig am Spielbetrieb der Junioren Bundesliga
Süd teil.
Dieses Vorgehen wurde in enger Abstimmung mit dem DEB
und der Ligenleitung vereinbart. Die Augsburger Panther begrüßen diese
Entwicklung. Panther-Manager Max Fedra: „Nun können wir leichter talentierte
Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in das Konzept der Panther einbinden. Dies
war in der vorherigen Konstellation nicht möglich. Für das Eishockey am
Standort Augsburg ist dies eine ganz wichtige Entscheidung. Der AEV wird durch
seine neuen Junioren sehr aufgewertet. Vielleicht können talentierte Spieler so
in Augsburg gehalten werden und der ein oder andere neue junge Spieler aus dem
Umland für einen Wechsel nach Augsburg überzeugt werden, denn es ist endlich
wieder ein durchgängiges Konzept vorhanden. Ich beobachte öfter Trainings und
Spiele des Nachwuchses, hier wird zweifelsohne eine gute Arbeit geleistet, die
honoriert werden muss.“
Auch Hauptgesellschafter Lothar Sigl begrüßt die neue Konstellation: „Es ist
wichtig, dass neben den Schülern und der Jugend auch die Junioren erstklassig
spielen. Wir alle wissen um die Wichtigkeit dieser Entscheidung für das
Augsburger Eishockey. Insofern war es selbstverständlich, dass die AEV-Junioren
zukünftig unter dem Namen AEV-Jungpanther auflaufen. Wir wollen verdeutlichen,
dass für talentierte und ehrgeizige Spieler die Chance besteht, eines Tages von
einem Jungpanther zu einem DEL-Panther zu werden. Jeder AEV-Spieler soll
wissen, dass ab den Junioren die Möglichkeit besteht, bei entsprechender
Leistung mit einer Förderlizenz ausgestattet zu werden.“
Die Junioren des AEV befinden sich, wie alle Teams der AEV-Leistungsklasse,
bereits seit einiger Zeit in einem intensiven Sommertraining, in dem sie auf
die neue Spielzeit vorbereitet werden. Trainer der Mannschaft wird der
ehemalige DEL-Profi Alexander Wedl sein.
AEV-Präsident Michael Gebler ist glücklich, dass jetzt zusammengeführt wird,
was zusammengehört: „Ich danke ausdrücklich den ehemaligen Vorständen der
Königsbrunner Pinguine, vor allem Thomas Bissinger und Holger Staiger für die
Zusammenarbeit und die gute Entscheidung. Wir erhoffen uns einen Schub für den
kompletten Nachwuchs, denn wir können endlich wieder eine sportliche
Perspektive bieten.“
Einen
Rückkehrer kann der AEV schon vermelden: Stürmertalent Andreas Farny, der vor
zwei Jahren von Augsburg nach Kaufbeuren wechselte, spielt kommende Saison für
die AEV-Jungpanther in der Junioren-Bundesliga.
Eine weitere
gute Nachricht teilte der DEB mit: Der AEV verbleibt in der Jugend-Bundesliga.
Durch den Aufstieg des EV Füssen in die DNL ist der AEV als Nachrücker für die
Bundesliga gesetzt. Nach einer unglücklichen Saison möchte das Trainergespann
Andreas Becher und Robert Merk einen Neuanfang schaffen. Auch hier gibt es
einen Rückkehrer. Verteidiger Philip Gebler kommt nach einer Saison in den
U.S.A. bei den Kalamazoo Blades (South West Michigan Highschool Hockey League)
ebenfalls zurück zu seinem Heimatverein.


