Kleinschülerturnier in Winterthur – Guter 5. Platz mit viel Höhen und Tiefen
Zum Ausklang des alten Jahres fuhr der Kleinschülerjungjahrgang 2001 zum traditionellen Piccolo-Turnier nach Winterthur, das bereits zum 27. Mal ausgetragen wurde.
Gemäß Turniermodus wurde in zwei Gruppen à 6 Mannschaften bis einschließlich Halbfinale auf dem in der Mitte geteilten Halbfeld gespielt. Das Spiel um den dritten Platz sowie das Finale fand auf dem Großfeld statt. Nach zwei Turniertagen erreichten die 2001er Kleinschüler nach einigen Höhen und Tiefen den guten 5. Platz in einem insgesamt sehr starken Teilnehmerfeld.
In den frühen Morgenstunden brachen wir zum Turnier auf, um unser erstes Spiel gegen Ambri-Piotta um 12:25 zu bestreiten. Zum Auftakt der Begegnung konnte man deutlich erkennen, dass die Eidgenossen aus der italienisch sprachigen Schweiz mit dem Spiel auf das Halbfeld vertraut sind (JG. 2001 spielt in der Schweiz die Punktrunde quer) und unsere Kinder sich erst wieder mit dem Spiel von 4 gegen 4 plus Goalies anfreunden mussten. Wie so oft begannen wir mit der berüchtigten Startschläfrigkeit und wurden in der 5. Minute erst durch das 0:1 langsam wachgerüttelt. Es entwickelte sich ein Spiel mit ausgeglichenem Spielverlauf und die Bemühungen unsererseits wurden in der Schlussminute mit dem Treffer zum letztendlich verdienten 1:1 in einem eher schwachen Spiel belohnt.
Im zweiten Spiel des ersten Turniertages trafen wir auf den HC Lugano und starteten wiederum denkbar schlecht mit 0:1 in der ersten Minute in die Partie. Unsere Truppe besann sich nun endlich auf ihre Kämpferqualitäten und konnte in der 4. Minute zum 1:1 ausgleichen, woraufhin die gelbe Reihe in der 6. Minute die 2:1 Führung folgen ließ. Alles schien nach Plan zu laufen als eine Unach-tsamkeit in der letzten Minute dem HC Lugano die Chance zum 2:2 Ausgleich eröffnete. Sichtlich motiviert durch diesen Treffer starteten unsere Gegner anfangs der zweiten Spielhälfte voll durch und drei Schüsse in den ersten zwei Minuten fanden ungebremst ihren Weg ins Tor. Nach dem 2:5 ließen unsere Jungs leider mehrheitlich den Kopf hängen und zwei weitere Tore zum 2:7 Endstand waren die logische Konsequenz.
In der Kabine hatte unser Coach Stefan Schnabel sehr viel Arbeit, um unsere kleinen Cracks wieder aufzurichten und neu zu sortieren. Nach den beiden vorangegangenen Spielen war klar, dass zur Wahrung der letzten Chance auf den zum Einzug ins Halbfinale notwendigen zweiten Platz ein Sieg gegen den EHC Winterthur Pflicht ist. Die Umstellungen in den ersten zwei Reihen schienen bereits zu Beginn der Partie Wirkung zu zeigen – erstmalig zeigte unsere Truppe ein gefälliges Zusammen-spiel und auch konsequentes Abwehrverhalten, so dass in der 9. Minute das für unser Selbstvertrauen wichtige 1:0 durch die grüne Reihe fiel und die erste Reihe eine Minute später gleich das 2:0 folgen ließ. Direkt nach dem Seitenwechsel erzielte auch noch die gelbe Reihe ihr Tor und der 3:0 Sieg war dem AEV in unserem letzten Spiel des ersten Tages nicht mehr zu nehmen.
Nachdem Lugano und Ambri-Piotta deutliche Siege gegen unsere Gruppengegner einfuhren war die Ausgangslage für den zweiten Tag eher bescheiden. Nun war klar, dass wir nur noch mit sehr hohen Siegen gegen die zwei vermeintlich schwächsten Gegner den Einzug ins Halbfinale schaffen konnten.
Im ersten Spiel gegen den HC Neumarkt aus Südtirol verlief der Tagesstart entgegen der sonstigen Gepflogenheit hervorragend und zwei Tore durch die grüne Reihe führten zum raschen 2:0 nach nur 5 gespielten Minuten. Leider hielt dieser Trend trotz sehr vielen Tormöglichkeiten nicht an und nach gespielten 21 Minuten mussten sich die kleinen Panther trotz hohen Engagements mit einem mageren 2:0 Endstand begnügen.
Im letzten Gruppenspiel gegen den bislang sieglosen Hockeyclub SenSee aus der französischsprachigen Schweiz konnte nur ein Torfeuerwerk mit 9 Toren Unterschied bei gleichzeitigem Sieg des HC Lugano mit einem Tor Unterschied gegen Ambri-Piotta den zweiten Platz in der Gruppe 2 ermöglichen, was unseren Kindern von Beginn an bewusst war. Es entwickelte sich ein sehr zerfahrenes Spiel ohne größere Linie mit einigen Chancen ausschließlich vor dem Tor der Schweizer und in der 6. Minute schien der Torreigen mit dem 1:0 durch die erste Reihe endlich eröffnet aber es dauerte bis kurz vor Schluss der ersten Hälfte bis das 2:0 wiederum durch die rote Reihe fiel. Auch die zweite Hälfte begann weiterhin ohne große spielerische Linie und nach 18 Spielminuten erzielte SanSee mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten den 2:2 Ausgleich. Hiervon sichtlich beeindruckt hielten unsere Jungpanther nicht mehr dagegen und kassierten nur eine Minute später den 2:3 Endstand.
Vier Schüsse auf unser Tor und drei Treffer – der Traum vom Halbfinale war endgültig geplatzt und dies obwohl Lugano, wie ursprünglich kalkuliert den HC Ambri-Piotta mit 2:0 im Parallelspiel schlagen konnte. Es ging nun darum im Spiel um den 5. Platz den EHC Chur, der in der Gruppe 1 gegen Bern und Kloten das Nachsehen um die ersten zwei Plätze hatte zu besiegen.
In unserem letzten Spiel zeigte sich sehr schnell, dass uns mit dem EHC Chur ein weiterer Vertreter der besten Teams aus der Schweiz gegenüberstand, denn nach einer Minute lagen wir bereits 1:0 zurück. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Spielen nahm unsere Mannschaft umgehend den Kampf an und konterte durch die zweite Reihe nur eine Minute später zum 1:1 Ausgleich. Erstmalig im Turnierverlauf zeigten die AEV-Cracks, dass sie auch spielerisch durchaus mit den besten Teams des Turniers mithalten können und verwandelten nach einem sehr schönen Zusammenspiel in der 7. Minute zur 2:1 Führung. Nun forcierte das Team aus Chur seine Bemühungen und erzielte kurz vor der Halbzeit leider noch den 2:2 Ausgleich. Diesen Trend setzten die Eidgenossen zu Beginn der zweiten Hälfte konsequent fort und erzielten verdientermaßen den 3:2 Führungstreffer. Dies rüttelte unser Team wach, das diesmal gewillt schien unbedingt siegen zu wollen. Nur zwei Minuten nach dem Rückstand konnte die zweite Reihe zum Ausgleich einnetzen und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der leider wiederum in einen 3:4 Rückstand in der 7. Minute der zweiten Hälfte mündete. Keineswegs steckten die Pantherchen auf und schon im Gegenzug konnte die erste Reihe zum 4:4 ausgleichen.
Die Schlussminute lief – Schuss auf das Tor der Churer und der Goalie hält – ein Spieler des AEV fährt vor den Torwart – wird weggestoßen und erhält unverständlicherweise eine 2 Minuten-Strafe. Nun geht es eigentlich nur darum das 4:4 zu halten doch ein Spieler des AEV kommt an die Scheibe und erzielt in letzter Sekunde im Alleingang den 5:4 Siegtreffer zum letztendlich guten 5. Turnierrang im Turnier mit 12 Mannschaften.
Bleibt noch zu erwähnen, dass sich der SC Bern zum dritten Male in Folge den Titel durch ein 3:2 im Penaltyschiessen gegen Kloten sichern konnte und Ambri-Piotta beim Spiel um den dritten Platz auf dem Großfeld den Favoriten Lugano ebenfalls mit 3:2 nach Penaltyschiessen besiegen konnte.
Fazit: Warum spielen wir nicht immer so wie beim Spiel um Platz 5 und Schweizer Mannschaften sind sicherlich in Europa ganz vorne mit dabei.
Ein großes Lob geht an die Veranstalter um Jürg Wuffli, die ein hervorragendes Turnier mit einem sehr ansprechenden Rahmenprogramm organisiert haben.
Der Augsburger Nachwuchs des Jahrgangs 2002 würde sich sicherlich über eine erneute Einladung zum 28. Piccolo-Turnier im nächsten Jahr sehr freuen.

























