DNL: Achterbahnfahrt gegen Bad Tölz

Zwei Gesichter zeigte das Team von Michael Bakos in den Spielen gegen den EC Bad Tölz. Mit einer starken Offensivleistung sicherte man sich zu Hause durch einen 8:6-Sieg alle Punkte. Tags darauf verlor man mit einer kaffeefahrtesken Einstellung 1:10. Insbesondere die zuvor gelobte Defensive erwies sich als äußerst anfällig. Nach acht Spielen bleibt die DNL-Truppe mit nunmehr 11 Punkten auf Platz fünf der Achtergruppe.

AEV – Bad Tölz 8:6 (1:2, 5:2, 2:3)
Johanna May konnte einem fast leidtun. Die Torhüterin des EC Bad Tölz erlebte am Samstagabend ein Fiasko. Acht Gegentreffer musste Sie hinnehmen, insbesondere im Mittelabschnitt trafen die Augsburger nach Belieben. Trotzdem wurde es zur Mitte von Drittel drei noch einmal eng. Zum einen, weil der EC Bad Tölz über sehr viel Talent in der Offensive verfügt und zum anderen weil der AEV in der Defensive zahlreiche Lücken zeigte und auch in Unterzahl zu passiv agierte. Als siegbringender Schachzug erwies sich die kurzfristige Anforderung von Marco Sternheimer, der den erkrankten Adam Szücz ersetzte und im Zusammenspiel mit seinem Sturmkollegen Tim Bullnheimer und Lukas Traub für fünf Tore verantwortlich zeichnete (Sternheimer/3, Traub/2). Die restlichen Tore steuerten Timo Bakos (2) und Marco Sprügel bei.

Bad Tölz – AEV 10:1 (2:1, 5:0, 3:0)
Nach dem Sprung auf Platz drei durch den Heimsieg hatten wohl einige Spieler geglaubt, man könne auch mit etwas weniger Einsatz erfolgreich sein. Dieser Trugschluss bescherte dem AEV im Rückspiel im Isarwinkel ein Debakel. Die spielfreudigen Tölzer zerlegten die schlafmützigen Fuggerstädter nach allen Regeln der Kunst und schickten diese mit einer zweistelligen Packung nach Hause. Einzig Timo Bakos traf per Überzahltreffer zum zwischenzeitlichen 1:2. Allein zwischen der 34. und 41. Minute kassierte der AEV sieben Gegentreffer und die Torhüter Borst und Hetzel wussten nun, wie sich ihre Kollegin May am Vortag gefühlt hatte. Am Rande erwähnt sei, dass mit den nicht einsatzfähigen Grigore, Welz, Szücz und Länger (Prellung in Spiel am Samstag) und dem für Sonthofen auflaufenden Sternheimer fünf Stammkräfte fehlten.

Trainer Bakos zog ebenfalls ein zweigeteiltes Fazit: “Im ersten Spiel gegen den EC Bad Tölz waren wir einem spielstarken Gegner ebenbürtig und haben die Partie nicht unverdient zu unseren Gunsten entschieden. In einer von den Spielanteilen ausgeglichenen Partie war unser effektives Überzahlspiel und die mannschaftliche Geschlossenheit unser Trumpf. Erwähnen möchte ich hier insbesondere Marco Sternheimer, der für mich ein absolutes Vorbild an Ehrgeiz, Wille und Einstellung abgibt und jedes Mal, wenn er für uns spielt, eine Bereicherung in allen Belangen darstellt.
Am Sonntag haben wir uns erstmals in dieser Saison eine kollektive Auszeit genommen und wurden von starken Bad Tölzern dafür bestraft. Das Sonntagsspiel hat meiner Mannschaft eindrücklich gezeigt, dass ohne spielerische Disziplin und dem nötigen Einsatz es in dieser Liga nichts zu holen gibt.“

Am kommenden Wochenende steht im Duell mit dem Krefelder EV nun Wiedergutmachung an.

mb

Foto Galerie: Annette Zöpf

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