DNL: Keine Punkte in Berlin

Keine Punkte gab es am Berlin-Wochenende für die Augsburger DNL-Mannschaft. Gegen die vor allem körperlich überlegenen Hauptstädter unterlagen der AEV im Wellblechpalast mit 2:4 und 1:5.
Zahlreiche angeschlagene Spieler, unnötige Strafzeiten und viele Gegentore zu Drittelbeginn waren die Hauptgründe für das Null-Punkte-Wochenende.

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Eisbären – AEV 4:2 (1:0, 2:0, 1:2)
Kaum auf dem Eis lag der AEV schon nach 90 Sekunden in Rückstand. Auch in Drittel zwei begann das Spiel ungünstig. Wieder kassierte der AEV zwei schnelle Gegentore und schien. Bereits geschlagen. Doch im letzten Drittel bäumten sich die mit zahlreichen angeschlagenen Spielern angereist Mannschaft von Trainer Michale Bakos nochmals auf. Eine Kombination über Nicolas Baur und Donat Peter schloss Timo Bakos zum 1:3 ab. Nur eine Minute später verkürzte Nicolas Baur, der einen Schlagschuss von Dominic Erdt abfälschte, zum 2:3. Nun war der AEV am Drücker. Doch zwei unnötige Strafzeiten nahmen den Schwung wieder aus der Partie. In der letzten Minute nahm Trainer Bakos den gut haltenden Nicolas Hetzel aus dem Tor. Doch auch mit einen Spieler mehr gelang der Ausgleich nicht mehr. Im Gegenteil: die Eisbären Berlin entschieden das Spiel per Empty-Net-Goal zum 2:4.

Eisbären – AEV 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)
Mit neuem Mut ging es knapp 16 Stunden später in die zweite Partie in Berlin-Hohenschönhausen. Der AEV musste den Ausfall von Maxi Welz verkraften, der mit einer Oberkörperverletzung zusehen musste. Auch dieses Mal erwischten die Gastgeber den besseren Start und Torwart Hetzel musste abermals früh hinter sich greifen 1:0 nach vier Minuten. Das erste Drittel verlief danach ausgeglichen. Im Abschnitt zwei hatte der AEV seine beste Phase und kam zu guten Gelegenheiten. Und erzielte den Ausgleich: Nicolas Baur traf in Überzahl im Nachschuss nach einem Erdt-Knaller von der blauen Linie. Doch danach kam wieder Berlin. Abermals zwei unnötige Stockfouls des AEV bestraften die Eisbären mit zwei Treffern zum 3:1. Im Schlussabschnitt kassierte der AEV seinen obligatorischen schnellen Gegentreffer zu Drittelbeginn zum 1:4 und hatte danach nicht mehr die Kraft, das Spiel zu wenden und unterlag am Ende mit 1:5.

Trainer Bakos zeigte sich nach den Spielen dennoch nicht gänzlich unzufrieden: „Berlin war der erwartet starke Gegner, dennoch wollten wir Punkte aus der Hauptstadt entführen. Leider hat es nicht gereicht. Weite Teile in beiden Spielen haben wir gut mitgehalten und dem Spiel auch unseren Stempel aufgedrückt. Um in Berlin als Sieger vom Eis zu gehen, hätten wir aber jeweils 60 Minuten diszipliniertes und schnörkelloses Eishockey spielen müssen. Das haben wir nur phasenweise abliefern können und schlussendlich hat Berlin beide Spiele verdient gewonnen. Trotzdem bewerte ich dieses Spielwochenende als positiv, denn wir haben Moral bewiesen und viel lehrreiche Erfahrung mit nach Hause nehmen dürfen.“

So ging der AEV in diesem Wochenende erstmals leer aus und verbleibt nach wie vor mit 10 Punkten nach sechs Spielen auf Rang drei. Am nächsten Wochenende kommt es im Derby gegen den ESV Kaufbeuren (Freitag auswärts, Sonntag zuhause) zu zwei richtungsweisenden Spielen im Kampf um Platz vier nach der Vorrunde und den damit verbundenen Einzug in die Meisterrunde.

mb

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