DNL: Saisonziel: „In den Top 8 bleiben“

Es geht wieder los. Der AEV starte mit seiner DNL-Mannschaft in die Saison 2018/2019. Der DEB hat seine höchste Juniorenliga als U20-Meisterschaft neu strukturiert. Aus 16 Teams wurden acht, die heuer in der Division 1 um den Titel kämpfen. Und erfreulicherweise ist der AEV dabei, nachdem man im Vorjahr die Zielsetzung Platz acht sogar übertraf und Platz fünf belegen konnte. Mit den beiden Auswärtsbegegnungen in Regensburg startet der AEV am kommenden Wochenende in seine nunmehr vierte DNL-Saison in Folge. Wir fragten nach bei Trainer Michael Bakos, der auch heuer wieder zusammen mit seinem Co-Trainer Max Dürr die Verantwortung trägt.

 

Herr Bakos, Sie gehen in Ihre zweite DNL-Saison als Headcoach des AEV.

Was erwarten Sie von dieser Spielzeit, was sind Ihre Ziele?

Es wird wieder eine große Herausforderung für uns gegen die besten Teams Deutschlands zu spielen. Um bestehen zu können, führt kein Weg daran vorbei, individuell und kollektiv Tag für Tag das Maximum aus uns herauszuholen. Unser Ziel wird sich im Vergleich zur vergangenen Saison nicht großartig ändern, wir möchten auch in der Saison 2019/20 unter den Top 8 DNL-Teams antreten.

Mit Marco Sternheimer, Lukas Traub, David Farny und Dominic Erdt stehen Ihnen vier wichtige Spieler nicht mehr zur Verfügung.

Konnten Sie entsprechenden Ersatz verpflichten?

Es ist richtig, dass ein paar Spieler die in der Vergangenheit unsere Mannschaft bereichert haben neue Wege eingeschlagen haben und nicht mehr Teil unseres Teams sind.

Dennoch bin ich positiv gestimmt, denn mit Philipp Stobbe, Wassilij Guft-Sokolov, Christian Guran und Colin Lausch im Tor haben wir Neuzugänge, die mit etwas Zeit die entstandenen Lücken schließen können. Auch von unseren eingesessenen Spielern erwarte ich mir, dass sie Verantwortung übernehmen und den Anspruch haben, eine tragende Rolle im Team einzunehmen.

Stichwort Sturm: Der Kader ist mit gerade mal 11 Stürmern nicht gerade üppig besetzt.

Reicht das für eine gesamte Saison aus?

Richtig, üppig ist das nicht, aber ich hoffe, es wird über die gesamte Saison reichen. Personelle Engpässe wird es mit Sicherheit mal im Laufe der Saison geben, dann wird der ein oder andere Spieler unseres U17-Teams die Chance bekommen sich auf höherem Niveau zu beweisen.

Die Vorbereitung ist mit dem Spiel gegen den HC Thurgau vorbei.

Wie sind Sie mit den fünf Wochen zufrieden?

Unsere Vorbereitung geht ja schon etwas länger als fünf Wochen, da ich die Monate ab Mai mit dem Athletik- und Krafttraining auch zur Saisonvorbereitung zähle. Mit der Sommervorbereitung bin ich sehr zufrieden. Alle Spieler konnten sich in den Bereichen Kraft und Ausdauer verbessern. Mit den ersten drei Wochen auf dem Eis war ich durchaus zufrieden. Die Jungs haben gezeigt, dass sie erworbene Fähigkeiten aus der Vergangenen mit in die neue Saison transportieren konnten. Ab Woche vier sind wir ein wenig ins Schludern gekommen und haben anscheinend ein bisschen vergessen was wichtig ist, um besser zu werden und schlussendlich als Team erfolgreich zu sein. Der HC Thurgau war sicherlich kein Maßstab, aber die Einstellung meiner Mannschaft hat gestimmt und wir haben uns den 8:0 Sieg auch in dieser Höhe verdient.

Mit Marco Sternheimer ist ja einer Ihrer Schützlinge aus dem letzten Jahr gerade dabei, sich einen Stammplatz im Kader der Augsburger Panther zu erkämpfen. Wer ist denn Ihrer Meinung nach der nächste Kandidat?

Ohne dabei Namen zu nennen gibt es bei uns ein paar Spieler, die grundlegend das Zeug dazu haben, aus ihrer Nachwuchslaufbahn eine Profikarriere zu machen. Entscheidend wird sein wie sehr die Jungs es wollen und was sie bereit sind dafür zu opfern. Einen Profivertrag bekommt man nicht geschenkt, nur wer diszipliniert und konsequent an sich arbeitet, wird die Chance bekommen, professionelles Eishockey zu spielen. Und bis dahin ist es noch ein langer und steiniger Weg.

Hand aufs Herz: Wo sehen Sie sich persönlich als Trainer in 3 – 5 Jahren?

Ehrlich? Kann ich nicht wirklich beantworten. Mir bereitet die Tätigkeit als Coach viel Freude und es ist ein Job, der mich immer herausfordert mich selbst zu hinterfragen und dazuzulernen.

Eines ist aber sicher. Sehr gerne sehe ich mich in 3-5 Jahren weiterhin als Coach in meiner Heimat Augsburg.

mb