Autor: Stephan Naumann

AEV U20: Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele

Eine ordentliche Bruchlandung legte die AEV U20 DNL Mannschaft am vergangenen Wochenende gegen die Kölner Junghaie und Jungadler Mannheim hin. So hieß es nach dem 3:5 (1:2/1:1/1:2) und 3:6 (3:1/0:3/0:2) null Punkte aus den beiden Spieltagen.

Sauer und wortlos verließ Headcoach Heiko Vogler die Spielerbank nach der 3:6 Niederlage gegen die Jungadler Mannheim und war sichtlich bedient. Verständlich da man sich unter Woche sehr gut auf beide Spiele vorbereitet und sich definitiv Punkte erhofft hat.

Wieder einmal war es die Undiszipliniertheit einiger Spieler, die Köln bereits nach zehn Minuten zur 2:0 Führung ausnutzte. Beide Treffer vielen aus Sicht des AEV in Unterzahl nach Strafzeiten von 77 Thomas Grigore und 23 Pascal Dopatka. Den ersten Treffer für die Fuggerstädter erzielte 14 Lion Stange sensationell in Unterzahl, während Teamkollege 25 Daniel Möckl auf der Strafbank saß. Das einzige Tor zum 1:3 in Gleichzahl, erzielten die Junghaie im zweiten Drittel in der 22. Minute. Nach 30 Minuten schien wieder alles offen und der finnische Neuzugang 76 Alec Ahlroth (14 Lion Stange/ 34 Dominik Zbaranski) traf zu seinem ersten Saisontor und zugleich das erste Mal im AEV Dress. Nach dem 2:3 Anschlusstreffer waren die Gastgeber endlich im Spiel und kamen zu mehreren 100 prozentigen Torchancen, doch fanden immer wieder in Kölns Goalie ihren Meister. Es kam wie es kommen und musste und nach einer weiteren Strafzeit von 21 Enrico Cozzolino, dauerte es ganze sechs Sekunden, ehe die Domstädter ihren dritten Überzahltreffer zum 2:4 bejubeln konnten. 44 Maxim Kryvorutskyy (76 Alec Ahlroth/ 14 Lion Stange) verkürzte nochmal in der 51. Spielminute zum 3:4 doch am Ende half es nichts. Die Gäste erzielten den letzten Treffer des Abends zum 3:5 (Empty Net) in der letzten Spielminute.

Den Reset-Button drücken und nochmal alle Kräfte bündeln, hieß es am Sonntag als die Jungadler aus Mannheim zu Gast waren. der 15-malige Meister war am Vortag spielfrei und konnte aus dem Vollen schöpfen, während beim AEV mit 20 Jonas Fischer der nächste Verteidiger ausfiel. Mit viel Power kam der Augsburger Nachwuchs aus der Kabine und feierte in der achten Minute die 1:0 Führung nach einem Powerplaytor von 23 Pascal Dopatka. Die Gäste konnten aber bereites in der 13. Spielminute ebenfalls durch ein Powerplaytor zum 1:1 ausgleichen, nachdem AEV- Stürmer 13 Christian Hanke in der 9. Minute nach einem Kniecheck mit einer 5+Spieldauer Disziplinarstrafe zum Duschen geschickt wurde. Jetzt legten die Schützlinge von Heiko Vogler richtig los und kamen durch ein weiteres Tor von 23 Pascal Dopatka (66 Paul Fabian) in der 14. Spielminute zur 2:1 Führung. Den AEV zwei Tore in Front brachte Ex-Mannheimer 34 Dominik Zbaranski (76 Alec Ahlroth/ 92 Linus Voit). Er netzte im Powerplay in der 17. Spielminute zum 3:1 ein. Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die erste Drittelpause. Als hätte man beim AEV einen Schalter umgelegt, zeigten sich nun deutliche individuelle Fehler und Mannheim konnte innerhalb von vier Minuten zum 3:3 ausgleichen. Völlig von der Rolle zogen die Gastgeber jetzt wieder eine Strafzeit nach der anderen und nach zwei Minuten von 69 Lukas Häckelsmiller und 76 Alec Ahlroth, stand in der 37. Minute der Führungstreffer für Mannheim zum 3:4 nach Powerplaytor auf dem Videowürfel. Im letzten Drittel fielen die Strafzeiten munter weiter, so ging AEV-Verteidiger 69 Lukas Häckelsmiller ebenfalls früher in die Kabine. Nach einer 5+Spieldauer Disziplinarstrafe wegen Stockstich, war für ihn der Arbeitstag beendet. Durch diese unnötigen Strafen und weitere durch 25 Lukas Möckl, 63 Daniel Mückl wurde es auch auf der Bank unruhig und die Schiedsrichter gaben dem Teamstaff zusätzliche noch eine zwei Minuten Bankstrafe. Somit nahmen sich die U20 des AEV jegliche Chance auf den Ausgleich. Man versuchte nochmal alles und die letzten fünf Spielminuten ging es nur in Richtung Mannheimer Tor, doch vergebens. in der 60 Minute erhöhten die Kurpfälzer auf 3:5 und der krönende Abschluss war der Treffer zum 3:6 Endstand von Jungadler Torhüter Patrik Andrisik ins leere Augsburger Tor.

“Ich bin kämpferisch und meine Jungs haben alles gegeben aber auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele. Mit 12 Strafminuten gegen Köln und bodenlosen 22 Strafminuten gegen Mannheim holt man nichts. Die beiden Mannschaften sind ja auch nicht irgendwer und gehören zu den Top Gegnern in der Liga. Natürlich sind wir in Moment personell etwas geschwächt, durch Ausfälle von vier Verteidigern und zwei Stürmern aber da müssen wir einfach cleverer agieren und konsequent von der Strafbank weg bleiben. Leider ist uns dieser Fehler zum dritten Mal mit Berlin passiert durch klare Undiszipliniertheit der Spieler. Schalten die Jungs das aus, können wir jeden in dieser Liga schlagen. Gegen Mannheim kamen dann noch individuelle Fehler von ein paar Spielern dazu und das nutzten die Jungadler eiskalt aus. Hervorheben muss man auch die Leistung von unserem Torhüter Moritz Borst, der uns immer wieder im Spiel hielt aber auch der Kölner sowie Mannheimer Torhüter haben eine top Performance hingelegt.“, so Headcoach Heiko Vogler

Gute und schlechte Nachrichten aus unserem Lazarett. Während Stürmer 19 Julian Straub nach seinem Oberschenkelbruch schon wieder leichtes Training absolviert und unser Kapitän 47 Philipp Stobbe zum Glück bald wieder auf dem Eis steht, fällt neben 24 Ron Bullnheimer nun auch Verteidiger 20 Jonas Fischer und  Stürmer 8 Felix Fleischer mit Schulterverletzungen länger aus.

Nächsten Spiele: Samstag, 31.10.20 | 18:00 Uhr AEV U20 – Krefelder EV 81 und Sonntag, 01.11.20 | 10:30 Uhr AEV U20 – Krefelder EV 81

AEV U20: Sieg und Niederlage gegen Berlin

Viel Licht und Schatten gab es am vergangenen Wochenende gegen die Eisbären Juniors Berlin zu sehen. Treffender kann man wohl die 1:5 Niederlage und den 6:3 Sieg nicht beschreiben.

Während am Samstag ein wenig die Laufbereitschaft, sowie der letzte Wille der Mannschaft fehlte und man sich durch viele unnötige Strafzeiten vier Powerplaytore von Berlin einfing, wunderte es nicht, dass am Ende des Spiels ein 1:5 auf dem Videowürfel stand und es damit eine ordentliche Niederlage hagelte. Bereits in der 5. Spielminute netzte der Berliner 25 Paul Reiner im Powerplay. nach einer Strafzeit von Augsburgs 76 Alec Ahlroth, zum 0:1 ein. Danach kam der AEV besser ins Spiel, doch die Erwartungen wurden durch Berlins zweiten Treffer Anfang des 2. Drittels, je gedämpft. In der 23. Minute schoss 15 Mark Shevyrin nach einem Alleingang, die Hauptstädter zur 2:0 Führung. Kleiner Lichtblick war anschließend der 1:2 Anschlusstreffer von AEV Stürmer 13 Christian Hanke (14 Lion Stange/ 92 Linus Voit) in der 26. Minute. Der Ansturm der Augsburger Mannschaft hielt nur kurz denn nach Strafzeiten von 47 Philipp Stobbe und 8 Felix Fleischer in der 29. Spielminute, bauten die Gäste innerhalb von 31 Sekunden ihre Führung aus. Berlins 15 Mark Shevyrin in der 29. Minute, bei 5:3 Überzahl und 8 Georg Ginsburg, bei 5:4 Überzahl in der 30. Spielminute, erhöhten auf 4:1. Der AEV kam immer wieder zu hochkarätigen Chancen. doch auch Berlins Torwart 31 Rihards Babulis erwischte einen Sahnetag und somit blieb das gegnerische Tor wie vernagelt. Das vierte Tor mit einem Mann mehr auf dem Eis, fiel durch eine Strafzeit von 34 Dominik Zbaranksi. In der 46. Spielminute besiegelte 19 Tamas Kanya die 1:5 Niederlage aus der Sicht der Fuggerstädter.

Eine ganz andere Seite zeigten die Spieler, um Headcoach Heiko Vogler am Sonntag. Beine bewegen, hart spielen bis zur letzten Sekunde und fernbleiben von der Strafbank, hieß es für das zweite Spiel gegen Berlins U20 Mannschaft. Anscheinend fruchtete die Umstellung des Line-Up und das erneute Einstellen auf den Gegner. Bereits nach sechs Minuten erzielte 14 Lion Stange (15 Valentin Der) mit einem Schuss von der blauen Linie die 1:0 Führung für den AEV. Jetzt saßen die Gäste eine Strafe ab und 97 Ludwig Danzer (69 Häckelsmiller/ 47 Philipp Stobbe) erhöhte mit einem flachen aber platzierten Schuss zum 2:0 in der 11. Spielminute. Nur kurz wehrte der Augsburger Stich und Berlin kam in der 12. Minute mit dem Tor von 15 Mark Shevyrin zum 2:1 Anschlusstreffer. Ganz im Gegensatz zum Vortag spielte die AEV U20 wesentlich disziplinierter und erarbeitete sich Chance um Chance. in der 28. Spielminute war es dann so weit. Mit einem “Wurschtsemmeltor“ (Patrick Krüger, MagentaSport) baute 92 Linus Voit (44 Maxim Kryvorutskyy/ 14 Lion Stange) den Vorsprung aus. Sein Schuss prallt unhaltbar am Rücken eines Berliner Verteidigers ins Tor ab, das den zwischenzeitlichen Spielstand zum 3:1 markierte. Die Eisbären gaben niemals nach und besannen sich auf ihre Stärken – das Powerplay. Ein glänzend aufgelegter Augsburger Torwart 30 Luca Meyer zeigte bis dahin eine ganz starke Leistung aber auch er musste in der 40. Minute das erste Mal hinter sich greifen. Durch eine Strafzeit von 97 Ludwig Danzer und den Treffer durch Berlins Powerplaytor von 15 Tamas Kanya, ging es mit einem 3:2 in die Drittelpause. Ein spannendes Spiel zeichnete sich im heimischen Curt-Frenzel-Stadion ab und man merkte Berlin war etwas überrascht von der kämpferischen Spielweise der Augsburger. Was der AEV 50 Minuten hervorragend machte, das Fernbleiben von der Strafbank, geriet wohl etwas in Vergessenheit mochte man meinen. Shorthander Nummer eins beanspruchte 14 Lion Stange in der 51. Spielminute für sich. In Unterzahl erkämpfte er sich an der eigenen blauen Linie die Scheibe und vollendete zur 4:2 Führung, während sein Teamkollege 15 Valentin Der eine zwei Minuten Strafe absaß. 15 Valentin Der (69 Lukas Häckelsmiller/ 8 Felix Fleischer) war es auch, der Shorthander Nummer zwei an diesem Nachmittag verbuchte und den Spielstand auf 5:2 hochschraubte. Er schnappte sich den Puck nach einem unscheinbaren Klärungsversuch seines eigenen Verteidigers in der 55. Spielminute und ließ Berlins Torhüter 79 Tim Günther keine Chance, während 92 Linus Voit auf der Strafbank verweilte. Die Gäste legten nochmal alles in die Waagschale und nahmen jetzt ihren Torhüter für die restliche Strafzeit des AEV anstatt eines sechsten Feldspielers vom Eis. In der 56. Spielminute stocherte dann Eisbären Stürmer 9 Robin Drothen im Tumult die Scheibe irgendwie hinter die Linie und Schiedsrichter sowie Ex-Panther Spieler Aleksander Polaczek zeigte Tor zum 5:3 an. Augsburg war wieder komplett und Gästetrainer Jochen Molling holte erneut seinen Goalie vom Eis. Spielzeit 58:47min stand auf der Uhr und 34 Dominik Zbaranski konnte sich mit dem runden Spielgerät im gegnerischen Drittel festsetzen. Sein Empty Net Tor war der hochverdiente 6:3 Endstand.

Fazit von Trainer Heiko Vogler:“ Mit Sicherheit hat den Jungs der Spielrhythmus gefehlt und sie sich deshalb im ersten Spiel etwas schwer taten. Ich bin aber wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft, dass sie beim 6:3 Sieg mit einem ganz anderen Gesicht aufgetreten sind und vor allem als Team mit- und füreinander gespielt haben. Das habe ich am Vortag vermisst. Wir haben die Fehler minimiert und die Kleinigkeiten richtig umgesetzt. Besonders freut mich auch die Mannschaftsleistung, speziell Luca Meyer. Großen Dank geht auch an Jahn & Partner Versicherungen – Premium Partner des Augsburger Eishockeys sowie die Augsburger Panther für den wahnsinnig tollen Live-Stream.“

Nächsten Spiele: Samstag, 24.10.20 | 18:30 Uhr AEV – Kölner EC – Die Junghaie und Sonntag, 25.10.20 | 13:30 Uhr AEV – Jungadler Mannheim

 

Gelungener Saisonstart für AEV U20

Nach dem erfolgreichen Saisonstart in Regensburg und dem damit verbundenen 4:3 Sieg nach Overtime, hieß auch am Sonntag der Gegner EV Regensburg – Die Jungeisbären.

Mit viel Wut im Bauch kamen die Spieler von Gästetrainer Stefan Schnabl aus der Kabine und übernahmen im 1. Drittel durch Strafzeiten des AEV‘ das Spielgeschehen, jedoch kam dabei nur wenig zählbares heraus. Durch die kompakte Verteidigung musste AEV U20 Torhüter #30 Moritz Borst nur einzelne Schüsse abwehren. Etwas überraschend kam daher der Führungstreffer für den AEV. In der 16. Spielminute passte Kapitän #47 Philipp Stobbe den Puck aus dem eigenen Drittel zu #76 Alec Ahlroth, der wiederum auf #66 Paul Fabian quer legte. Dieser vollendete dann zum 1:0.

Nach der Pause stellten sich beide Mannschaften besser aufeinander ein und es war ab diesem Zeitpunkt ein ausgeglichenes Spiel, bis #44 Maxim Kryvorutskyy in der 25. Spielminute, einen folgeschweren Fehler der Regensburger Verteidigung ausnutzte und zum 2:0 im Alleingang abschloss. In der 29. Spielminute fiel dann durch den Regensburger Verteidiger Leon Zitzer der 2:1 Anschlusstreffer.

Im letzten Drittel ging es dann munter hin und her mit hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten, wobei der AEV längst den Sack zu machen hätte können. In der 47. Spielminute fiel dann der 2:2 Ausgleich durch Kareem Hätinen.

Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Overtime. Ganze 2 Minuten und 16 Sekunden dauerte es, bis wieder #66 Paul Fabian auf Zuckerpass von Kapitän #47 Philipp Stobbe zum 3:2 abschloss und so den zweiten Sieg für die Jungs, um Headcoach Heiko Vogler, sicherte.